Beschädigte Identität: Dynamiken des sexuellen by Phil C. Langer

By Phil C. Langer

Es gibt im Leben Augenblicke, da die Frage, ob guy - ders denken kann, als guy denkt, und anders wahrn- males kann als guy sieht, zum Weiterschauen und Weit- denken unentbehrlich ist. (Foucault, 1986, S. 15) Selten wurde mir die inflammation, die die transdisziplinare Forschungsperspektive der 1 Reflexiven Sozialpsychologie auszulosen vermag, so deutlich wie an jenem 28. Juni 2007, als ich auf dem fifty seven. Bundesweiten Gedenkstattenseminar in Weilburg einen Vortrag zu den Herausforderungen der schulischen Thematisierung von nationwide- 2 sozialismus und Holocaust halten sollte. Nachdem mein Vorredner aufgrund seiner einschlagigen Forschungsprojekte und Publikationen eindeutig als Experte auf dem Gebiet der padagogischen Auseinandersetzung mit dem Thema country- sozialismus vorgestellt werden konnte, explizierte der Moderator seine Unsich- heit, mich in die gangigen Kategorien wissenschaftlicher Beschaftigung einordnen zu konnen: Wie die Arbeit zu Holocaust schooling, die auf der Tagung zur Deb- te stand, mit meiner literaturwissenschaftlichen Dissertation zum Berlin-Diskurs der neunziger Jahre, einem kurz zuvor erschienenen Artikel zu sozialpsycholo- schen Aspekten des Bergsteigens, dem Forschungsschwerpunkt Gender und insbe- three sondere zu meinem gesundheitspsychologischen Interesse an HIV/Aids in V- bindung stehe, konne er nicht genau sagen."

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Eine »Familienfeier« gerät zur Generalabrechnung - eigenwillig und wunderbar erzählt. »Diese Familie braucht kein Oberhaupt mehr, weil sie nämlich mit diesem Tag aufgehört hat, eine Familie zu sein, die Nabe ist aus dem Rad gefallen, die Speichen spritzen in alle Richtungen. « Urenkel David benennt exakt und wenig schmeichelhaft, used to be er von seiner Sippschaft hält.

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Er findet in Bereichen der Klinischen Psychologie und Psychiatrie, etwa in Bezug auf Schizophrenie (vgl. Horan, Reise, Subotnik, Ventura & Nuechterlein, 2008; Max, 2007; Ballon, Kaur, Marks & Cadenhead, 2007; Azorin & Naudin, 2002; Maß, Moritz & Wagner, 1997; Zubin, 1975), weitläufig Anwendung und ist dort empirisch gut fundiert. Seine Stärke liegt in der Zusammenführung unterschiedlicher biologischer, psychischer und sozialer Faktoren begründet, die prädikative Aussagekraft im Hinblick auf ein Risiko, eine spezifische psychische Störung zu entwickeln, hat und präventiven Wert für die Entwicklung von medizinischen oder psychotherapeutischen Interventionen besitzt.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor nachweisbaren Verbreitung von Schreckensbildern des „alten AIDS“ sind komplexere Dynamiken anzunehmen, die mehrere Aspekte zusammenführen (Langer, 2008b): die Wahrnehmung der Krankheit als weniger schwer und ernsthaft; ein Gefühl der geringeren Betroffenheit durch HIV aufgrund der zunehmenden Unsichtbarkeit der Krankheit/der Kranken; Verdrängungsdynamiken angesichts konfligierender sozialer Repräsentationen von HIV und AIDS; die auf einem mehr oder weniger diffusen Wissen über die therapeutischen Möglichkeiten basierende Legitimation und Rationalisierung bestehenden oder erwünschten risikohaften Verhaltens als Form des Coping.

Sie zielt auf eine Erweiterung staatlicher Kontrolle durch STI-Screenings in Risikogruppen und setzt Ärzt/innen durch die Rolle der ART für die Infektiösität des Einzelnen als zentrale Präventionsakteure ins Recht. 22 In der bereits erwähnten EKAFStellungnahme, die eine Nicht-Infektiösität von HIV-Positiven, die eine wirksame 22 Vgl. , 2007): „Falls auch in anderen Studien eine solche Assoziation – weniger bakterielle STI unter ART bei gleicher Partnerzahl – festgestellt werden kann, sollte zumindest überprüft werden, ob (und wenn ja welche) antiretrovirale(n) Medikamente eine intrinsische antibakterielle Wirkung besitzen oder einen von der Hemmung der HI-Virusreplikation unabhängigen Effekt auf das Immunsystem haben können“ (S.

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