Briefe by Marquis de Sade, Gilbert Lely, Hilda von Born-Pilsach

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Milli de Launay2, sagst Du, ist noch nicht verheiratet, und ich werde auf keinen Fall zu ihrer Hochzeit gehen. Sie wird also heiraten, da Du Dir vornimmst, ihrer Hochzeit fernzubleiben? Folglich hat Marais3 doch nicht so gelogen, wie Du behauptest. Aber mich zum Beispiel hat er belogen, als er mir sagte, ich würde nur sechs Monate hier sein. Daran erkenne ich, daß er ein gemeiner Lump ist, denn er wußte wohl, daß es nicht stimmte, und darum war es schändlich von ihm, mir eine so kurze Zeit zu nennen; das heißt: einen Menschen unvorbereitet der schrecklichsten Verzweiflung zuzuführen, wenn er seine Hoffnung betrogen sieht.

So höre ich Sie sagen, und gerade das zeigt die ganze Niedertracht. Zunächst, wer muß das Kind fürchten, weil er weiß, daß es wieder befragt werden wird, und zwar in der gleichen Weise und durch Leute der gleichen Art wie die, welche bereits in Lyon Lärm geschlagen hatten? Erster Grund für meinen Argwohn, der Junge werde sich nach dem Beispiel der anderen und zu dem gleichen Zweck was ausdenken. Doch das ist nicht alles, und nun kommt das, was ich wußte und was mir auf meiner Reise in die Provence bestätigt worden war von jemand, der viel zu gut Bescheid zu wissen schien, als daß man seine Auskünfte anzweifeln durfte.

Wenn Ihnen von Anfang an soviel daran lag, mich an diese drei Jahre glauben zu lassen, warum wurde mir dann, als ich es hier sagte, geantwortet: Was für eine Idee! drei Jahre, unmöglich! höchstens ein paar Monate... Das ist ja das Infame, das Abscheuliche, die Ursache meines ganzen Kummers, des ganzen Unglücks meiner Lage. Wäre es nicht unendlich viel menschlicher gewesen, mir meine Illusion zu lassen, weil sie ja doch kein Hirngespinst ist, anstatt sie täglich zu zerstören und eine Hoffnung in mir zu nähren, die man nur in mir erregte, um sich dann an meiner Enttäuschung weiden zu können.

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