Der Duft deiner Haut. Ein erotisches Tagebuch by Francoise Rey

By Francoise Rey

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Eine »Familienfeier« gerät zur Generalabrechnung - eigenwillig und wunderbar erzählt. »Diese Familie braucht kein Oberhaupt mehr, weil sie nämlich mit diesem Tag aufgehört hat, eine Familie zu sein, die Nabe ist aus dem Rad gefallen, die Speichen spritzen in alle Richtungen. « Urenkel David benennt exakt und wenig schmeichelhaft, used to be er von seiner Sippschaft hält.

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Er hat nach mehr Seiten verlangt, mehr Kapiteln. Schon bald schrieb ich nicht mehr von meinen eigenen Phantasien, sondern von seinen. Zuerst von solchen, die ich erahnte. Dann folgten weitere, die er mir vage skizzierte. »Erzähl doch dies oder jenes. Beschreibe diese oder jene Situation«, forderte er mich auf. Ich steckte viel Liebe und Stolz in meine Arbeit. Und viel persönliche Phantasie. Eine Art von Kunst, extremistisch und nicht sehr gegenständlich. Ich feilte an den Sätzen und modellierte dabei die Person.

Im übrigen fährt er jetzt einen anderen Wagen. Das vorherige Modell im Stil des sportlichen Abenteurers war leider so leicht auszumachen, daß mir keine – oder fast keine – seiner Eskapaden entging. Ich habe mir verbo- ten, mir Marke, Gestalt und Nummernschild seines neuen Wagens einzuprägen, einer bequemen, unauffälligen Limousine, auf die er sehr stolz ist. Zumindest in diesem Punkt habe ich künftig meine Ruhe… In Alpträumen, deren Grausamkeit eher real war als absurd, schien es mir, daß sein Wagen im Laufe des Tages auf dem Parkplatz wie durch Geisterhand bewegt wurde, hinter einem zweiten verschwand, der von einer hübschen Frau gesteuert wurde, und plötzlich an einer verräterischen Stelle wieder auftauchte: beispielsweise unter den Fenstern von Myriams Wohnung… Eines Tages hat sich der Traum weiterentwickelt.

Manche Sätze, die mich besonders viel Mühe gekostet hatten und einen völlig neuen Wagemut verrieten, ließ ich mir immer wieder durch den Kopf gehen. Ich verging vor Scham und Glück bei der Vorstellung, daß er sie las, vielleicht mehrmals, wenn sie besonders brutal waren. Hinterher gab er mir die Seiten zurück, mit einem Kommentar oder noch beredterem Schweigen. Es hat in seinen Reaktionen eine deutliche Entwicklung gegeben, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann. « Das Kompliment wog schwer aus diesem Mund, der gewöhnlich so mit Lob geizt.

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